05.03.2012

REZYKLIKATION


REZYKLIKAT

In der Regel wird Recycling verstanden als Auseinandernehmen und Wiederzusammensetzen von Gegenstaenden zu Gegenstaenden. Nur wird nicht wieder verbunden, was vorher, und wofuer denn dann auch, zerlegt worden ist. Aus einem wird immer ein anderer Gegenstand werden.

Die Regel des RecyclingProzesses unterscheidet das was zusammengesetzt worden ist von dem was auseinandergenommen wird in seinem Wert oder in seiner GebrauchsWertigkeit. Die zum einen erstrebenswerte Vermehrung der Zahl an RecyclingsZyklen vermindert zum anderen die Wertigkeit des Gebrauchs und damit auch den Wert des Produkts. Die Differenz zwischen den Werten und Wertigkeiten des Eingangs- und Ausgangs-Produkts geht in dem Prozess des RecyclingVerfahrens nicht verloren sondern vermehrt die nicht weiterverwendbare Menge an schliesslich verbleibendem Muell. Die Menge an Muell ist damit an Masse verringert doch meist auch vermehrt um verfahrensbedingte Toxizitaet der nunmehr nurmehr deponiblen Substanzen. Die Transformation eines Eingangs-Produkts ueber seinen Zerfall, im Prozess der nicht artifiziell beschleunigten Degradation, in Ausgangs-Produkte aus den zuvor degradierten Substanzen, im Prozess der nicht artifiziell beschleunigten Komposition, ist ohne toxische Nebenwirkung zwar moeglich, die Dauer ist aber erheblich.

Dem Prozess der nicht artifiziell induzierten Degradation und Komposition so wie dem Prozess der artifiziell induzierten Rezyklisierung gemeinsam ist, dass Eingangs- und Ausgangs-Produkt(e) sich in Struktur und zum Teil auch Funktion unterscheiden. Das Ziel, von einem zu einem anderen Produkt zu gelangen, ist entweder nicht abzuwarten oder nicht ohne toxische Nebenwirkung zu haben.

Im Gegensatz zu der nicht artifiziell beschleunigten Rezyklisierung, die einen Verlust an Wertigkeit insgesamt nicht bedingt, ist die artifiziell beschleunigte Rezyklisierung notwendig mit einem Verlust an Wertigkeit oder Wert des Ausgangs-Produkts verbunden.

Wird das Eingangs-Produkt nicht in seiner Struktur veraendert sondern veraendert sich nur der Zweck der Verwendung des Eingangs-Produkts hin zum Zweck der Verwendung des Ausgangs-Produkts, ist der Prozess vom Eingangs- zum Ausgangs-Produkt nicht eigentlich die Rezyklisierung des Produkts selbst sondern die Rezyklisierung des ProduktZwecks. Die Wertigkeit des Ausgangs-Produkts wird damit nicht notwendig gegenueber der des Eingangs-Produkt verringert, sie bleibt auch dieser nicht notwendig gleich, sondern kann in dieser Beziehung vielmehr noch vermehrt werden koennen.

Die Rezyklisierung des Zwecks laesst das Ausgangs-Produkt wesentlich so, wie es ist, und veraendert es nur nichtwesentlich im Sinn der Struktur sondern veraendert es nur im Sinn der Funktion. Das Produkt wird in der GrundStruktur nicht veraendert, sondern erhaelt nur eine veraenderte GrundFunktion, Es wird nicht auseinandergenommen und es wird ihm nichts hinzugefuegt. Ein artifizell induzierter Eingriff eruebrigt sich und eine toxische Nebenwirkung, die sich durch diesen bedingte, ereignet sich nicht.

Ist das Eingangs-Produkt Voraussetzung fuer das Ausgangs-Produkt, bedeutet dieses nicht schon zugleich eine Rechtfertigung fuer das Eingangs-Produkt. In der Regel ist das Ausgangs-Produkt nur existent weil das Eingangs-Produkt existiert, nicht aber selbstzweckmaessig oder notwendigerweise. Der Zweck des Ausgangs-Produkts ist primaer der VerwertungsZweck des Eingangs-Produkts und sekundaer erst der Verwendungs-Zweck des Ausgangs-Produkts. Wenn es das Eingangs-Produkt nicht gibt, ist das Ausgangs-Produkt zwar nicht verfuegbar, wird aber moeglicherweise auch nicht vermisst und seine Abwesenheit bedingt keinen Mangel. Wenn fuer ein Ausgangs-Produkt verbrauchte AutoReifen als Eingangs-Produkt Voraussetzung sind, sind nicht notwendigerweise AutoReifen zu produzieren und zu verbrauchen um die Erzeugung des Ausgangs-Produkts sicherzustellen.

Moeglicherweise koennte das Ausgangs-Produkt in selbstzweckmaessiger Produktion, aus anderem Material und in anderer Form, besser optimiert werden als es in der Verwendung des nicht selbstzweckmaessigen Materials des Eingangs-Produkts optimiert werden kann. Moeglicherweise ist das Ausgangs-Produkt auch von ausreichend geringer Bedeutung um, fuer den Fall dass es das Eingangs-Produkt nicht mehr gibt, in seiner Abwesenheit einen Mangel bedingen zu koennen.

Moeglicherweise kann aber auch beider SelbstZweckmaessigkeit sich derart entsprechen, dass eine konsekutive Nutzung den Aufwand bezueglich der Bedarfs-Situation, in der entsprechenden StueckZahl gemessen, optimierend halbiert werden kann.

Die reduzierte Verlust- bzw vermehrte Gewinn-Situation ergibt sich nur dann, wenn Eingangs-Produkt und Ausgangs-Produkt nicht primaer beduerfnisorientiert sondern primaer bedarfsgerecht sind, wenn beide also den gleichen Zwecken entsprechen, in dem sie  Notwendigkeiten entsprechen. L I R © 2 0 1 2

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