12.03.2012

RATIO INTUITION EMOTION

RATIO INTUITION EMOTION

Um RATIO und EMOTION nicht als Gegensatz zu verstehen, ist beiden Begriffen INTUITION als dritter Begriff hinzuzufuegen. Die Anordnung dieser nun drei Begriffe ist dann wie folgt vorzustellen . . .

INTUITION ist die vom Unterbewusstsein geregelte HandlungsAnweisung zur UeberlebensBefaehigung in Reaktion des implizit vorhandenen Intellekts auf externe Bedingungen in Gestalt von GESPUER und REFLEX.

RATIO ist die vom Bewusstsein geregelte HandlungsAnweisung zur UeberlebensBefaehigung auf Grund der sich, in Verbindung externer Daten mit dem implizit vorhandenen DatenVerarbeitungsPotential des Intellekts, nachhaltig ausbildenden VERNUNFT.

EMOTION ist die in Gestalt von GEFUEHL und AFFEKT durch das Unterbewusstsein auf das Bewusstsein wirkende, psychophysische Konstitution, die die HandlungsAnweisung zur UeberlebensBefaehigung momentan, nicht nachhaltig und nicht substantiell, modifiziert. Aus der Wirkung auf die insgesamte UeberlebensBefaehigung ist zu schliessen, dass das Moment der Emotion 1. selbst nicht eine UeberlebensBefaehigung ist 2. die UeberlebensBefaehigung selbst reduziert.

Die Unterschiede zwischen Ratio und Intuition begruenden sich sowohl strukturell in den SchnittStellenEnden der psychophysischen Disposition als auch funktional in deren Verschaltung und Wirkung, nicht aber wesentlich im Resultat der gesamtsystematischen Reaktion, so dass sich das Resultat der von Ratio befolgten HandlungsAnweisung in Konstitution, Komplexitaet und Geschwindigkeit zwar wesentlich von dem Resultat der von Intuition befolgten HandlungsAnweisung unterscheidet, die Bedingtheit und damit auch die Verbundenheit beider dennoch notwendig gilt. Aus ihrer gesamtsystematisch ausgefuehrten Entsprechung muessen beide Verfahren sowohl verlustlos kommunizieren als auch Konvergenzen ergeben.

Die Unterscheidung der gemeinsamen Kategorie Ratio und Intuition von Emotion als einer von dieser Kategorie verschiedenen, und nach Bedarf bedingt auch dieser entgegenzusetzenden, Kategorie widerspricht den Konventionen des common sense, dessen Reichweite sich auch in Unterlassung der Unterscheidung ermessen laesst. So wird selbst in den zur Definition und Differenzierung praedestinierten Bereichen der originaeren Begruendung dieser Begriffe, in der Psychologie und in der Biologie, sowohl die Unterscheidung zwischen Intuition und Emotion als auch die Entsprechung von Intuition und Ratio, auch mit der Begruendung einer das Verstandnis beguenstigenden Simplifizierung, wesentlich unterlassen, woraus die Entgegensetzung von Ratio und Emotion so wie die Gleichsetzung von Intuition und Emotion folgt.

Die Problematik der grundsaetzlichen Nichtuebereinstimmung wird in dieser Folge noch weiter verstaerkt und setzt sich wiederum fort, wird das simplifizierte Verhaeltnis voraussetzend geltend in der konkreten Verwendung gemacht. Die resultierenden Fehler koennen in dieser Konsequenz als systematisch gewertet werden wenn die Simplifizierung schlicht fehlerhafte Verhaeltnisse aus fehlerhaften Voraussetzungen in dem, also fehlerhaften, System etabliert.

Entscheidet Intuition bezueglich eines nicht entschiedenen Gegenstands oder einer nicht entschiedenen Situation nur entweder in <passend> bzw <ja> oder <nichtpassend> bzw <nein>, entscheidet Ratio bezueglich Ursache oder Grund ueber die Herkunft und Konsequenz sowohl des fuer <passend> als auch des fuer <nichtpassend> befundenen Moments, so wie voraussetzend ueber <Passung> und <Nichtpassung> an sich. Die Kooperation von Ratio und Intuition begruendet sowohl ihre nicht-bedingte Verbindung als auch, neben der Nichtmoeglichkeit ihrer Trennung, die Nichtnotwendigkeit dieser Trennung. Dieser <Einheit> zur Folge entscheidet, im Fall der Ratio nie nur der <reine Verstand>, oder, im Fall der Intuition nie nur das <reine Gespuer>.

Aus diesem nicht-bedingten und ausreichend vollstaendigen Zusammenhang liesse sich schliessen, dass Emotion gesamtsystematisch nicht vergleichsweise wirkt und sowohl der Ratio als auch der Intuition weder zur Seite noch gegenueber gestellt werden kann. Der Emotion als diesbezueglich nicht-abhaengiger Parameter, koennen deswegen auch nur nicht-abhaengige bzw nicht-vergleichbare Kennzeichen gegenueber Ratio so wie Intuition zu eigen sein. Insgesamt liesse sich Emotion damit beschreiben als ein durch die gesamtsystematisch vorhandenen Stoffwechsel-Prozesse so wie deren Stoffwechsel-Produkte bewirktes Syndrom, das, im besonderen hormonell induziert, analog der pharmakologisch zu definierenden Reaktion als <NebenWirkung> verstanden, begruenden kann, dass Emotion eher nicht, jedenfalls nicht entsprechend der Ratio sowie der Intuition, als HandlungsAnweisung zur UeberlebensErtuechtigung des Individuums gelten kann. Ein, aus der Deduktion oder Berechnung abzuleitendes, Resultat, das sich zu dem aus der Beobachtung, der Induktiven Ableitung oder empirisch, vielmehr bestaetigt als widerlegt.

Emotion kann dann verstanden werden als ein auf das Unterbewusstsein bedingt Einfluss nehmender, metabolisch bedingter, Parameter, der sein Vorhandensein nur darin begruendet, mit seiner Anwesenheit nicht ausreichend stoerend zu wirken, bzw seit seiner Anwesenheit nicht ausreichens stoerend gewirkt zu haben, um negativ selektiert zu werden, bzw bereits negativ selektiert worden zu sein. Dabei gilt zu beachten, dass die Anwesenheit einer in diesem Sinn nicht ausreichenden Stoerung bzw Abtraeglichkeit nicht zugleich eine entsprechend ausreichende Zutraeglichkeit impliziert. Eine nicht abhaengig vorhandene Zutraeglichkeit bezueglich Emotion, resultiert zudem weder aus der deduktiven Vermutung in entsprechend systematischer Ableitung, noch aus der induktiven Kontrolle in entsprechend empirischer Anschauung. Wenn auch Emotion allgemein insgesamt, wenn auch nicht ausreichend, abtraeglich wirkt, koennen spezifisch emotionale Momente dennoch zutraeglich wirken.

Derart zutraegliche Wirkungen gilt es, gegenueber nicht zutraeglichen Wirkungen, nicht zu ueberschaetzen und, mit andersartig induzierten zutraeglichen Wirkungen, nicht zu verwechseln. Zutraeglich und abtraeglich wirkende Emotionen gehen konkret nicht eigentlich <fliessend> ineinander ueber, sie sind zugleich vorhanden und wahrscheinlicher als ein <fliessender Uebergang> ist der <Sprung> von dem einen in das andere <Extrem>. Die mit dieser RedensArt gemeinten Befindlichkeiten sind nicht notwendig tatsaechlich Extreme, es sind vielmehr gefuehlte Extreme. Nicht auf Grund ihrer grundsaetzlichen Verschiedenheit sondern auf Grund ihrer eigentlichen Gleichkeit, werden diese Befindlichkeiten derart drastisch gewertet. Emotion enthaelt in diesem Sinn beider Extreme bereits den eigenen Gegensatz. Diese Gegensaetze sind voneinander nicht-wesentlich zu unterscheiden.

An dieser Stelle ist anzumerken, dass Gegensaetze nur nicht-wesentlich voneinander zu unterscheidende Gegenstaende sein koennen. Wesentlich voneinander zu unterscheidende Gegenstaende koennen nicht Gegensaetze sein. Sie koennen zum Vergleich oder zur Unterscheidung nicht gegen-einander sondern nur neben-einander gesetzt worden sein.
Ratio und Intuition sind voneinander nicht-wesentlich, beide von Emotion wesentlich, zu unterscheiden. Nicht nur im common sense, auch commonsensitiver Verwendung werden Ratio und Emotion als Gegensaetze, Emotion und Intuition als das Gleiche, verstanden. Sowohl im common sense als auch in commonsensitiver Verwendung wird Intuition, ersetzt durch Emotion, sowohl als Begriff als auch als Bedeutung entbehrlich.

Der commonsensitiven Ansicht ist dabei nicht zu unterstellen Emotion oder Gefuehl und Intuition oder Gespuer prinzipiell verwechseln zu muessen. Der common sense muss nicht, kann aber durchaus auch Verschiedenes in veraenderter Zuweisung meinen. Diese Nichteindeutigkeit kompliziert im weiteren das commonsensitiv bedingte Problem der Bewertung der beiden BegriffsKategorien in Praeferenz der persoenlichen Betroffenheit von einer Sache vor der persoenlichen Beteiligung an einer Sache, was schliesslich in commonsensitiver Ausdruecklichkeit zur Praeferenz der emotionalen, zur Vernachlaessigung der intuitionalen, und zur Verachtung der rationalen Aspekte fuehrt.

Verwendet eine Methode in allen methodischen Phasen die Emotion als primaere AnwendungsNorm, kann sich eine Veraenderung bezueglich eines Konflikts nur aus der emotionalen Transpositionierung ergeben, dann naemlich wenn eine Emotion durch eine andere Emotion modifiziert worden ist. Voraussetzung dafuer ist, dass zwei Emotionen zusammentreffen. Das der Emotion zu Grunde gelegte Beduerfnis kann in diesem Verfahren benannt worden sein, auch kann dessen Ursache dabei einen Namen erhalten. Dennoch wird weder Beduerfnis noch Ursache reflektiert wenn der Reflektion von Emotion wiederum Emotion zu Grunde zu legen, oder gelegt worden, ist. Anders als Ratio, die bewusst selbst ( autonom ) reflektiert, und Intuition, die unterbewusst selbst ( autonom ) reflektiert, kann Emotion nur reflektiert werden, Emotion selbst kann nicht reflektieren. Die Modifikation der einen Emotion durch eine andere Emotion wird im besten Fall nachhaltig wesentlich wirkungslos bleiben, im RegelFall den Konflikt weiter negativieren. L I R © 2 0 1 2

RESTRICTIVITY - STRUCTURES OF THINKING
RESTRIKTIVE UND RESTRIKTIONIERTE STRUKTUREN DES DENKENS
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